Regionalverband Ostthüringen e.V.

Schnelleinsatzgruppe - SEG

Die Schnelleinsatzgruppe beim ASB.

Die Schnelleinsatzgruppe kommt zum Einsatz, wenn die strukturmäßigen Rettungskräfte nicht mehr ausreichen.

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Gemeinsame Übung der SEG, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienstes. © ASB Ostthüringen/S.Schmiedel

Für die Bewältigung von Massenanfällen von Verletzten – wenn die strukturmäßigen Rettungskräfte nicht ausreichen, jedoch die Schwelle einer Katastrophe noch nicht erreicht ist – kommen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) zum Einsatz.

Die SEG beim ASB.

Die Schnelleinsatzgruppe wurde am 01.06.1992 in Dienst gestellt. Ihr gehören mehr als 20 erfahrene, medizinisch ausgebildete Mitarbeiter unserer Bereiche Rettungsdienst und ambulante Pflege, freiwillige Helfer und Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und des Klinikums Gera an.

Die Mitarbeit ist ehrenamtlich und unentgeltlich. Über ein Bereitschafts- und Alarmierungssystem wird eine ständige Einsatzbereitschaft gesichert – der Einsatz erfolgt grundsätzlich über die Rettungs-Leitstelle, erforderlichenfalls auch überregional. Die Einsatzbereitschaft wird in 15 bis 20 Minuten nach Alarmierung gesichert.

Zur Sicherung der Einsatzbereitschaft stehen ein verbandseigener Rettungswagen (RTW) sowie Fahrzeuge und Medizintechnik zur Verfügung.

Warum braucht es die SEG?

Die Notwendigkeit zur Bildung von Schnelleinsatzgruppen ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes. Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90er Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Rettungsdienstunterstützung nicht immer geeignet waren.

Ab 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, den Rettungsdienst Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen: Die Schnelleinsatzgruppen der Neuzeit waren gegründet.